Faszientherapie
Diese Behandlungsmethode beschäftigt sich mit dem Bindegewebe, das den ganzen Körper durchzieht und zahlreiche Aufgaben übernimmt. Zusammen mit der parietalen, und der craniosacralen Therapie bilden sie eine Einheit und ergänzen sich gegenseitig.
Was sind Faszien?
Wer schon einmal einen Braten zubereitet hat, kennt die dünnen, weißen Häutchen, die die einzelnen Fleischfasern umgeben. Faszien können aber auch größere, festere Strukturen sein, wie beim Zwerchfell und den anderen Diaphragmen in Kopf und Körper des Pferdes, oder sehr feine, da sie auch jede noch so winzige einzelne Nervenzelle umhüllen.
Faszien erfüllen im Körper viele wichtige Aufgaben.
Im Bereich von Sehnen und Bändern sind sie besonders dicht. Faszien umgeben jeden Muskel, jede Muskelfaser, jedes Blutgefäß, jeden Nerv und jedes Organ. Da alle Faszien miteinander verbunden sind, bilden sie ein Netz, das den ganzen Körper durchzieht und strukturiert. Sie trennen Körperbereiche voneinander ab, verbinden sie aber auch miteinander und geben dem Körper seine Form.
Faszien dienen als Aufhängung für Organe, haben Schutz- und Pufferfunktionen, übertragen Kräfte, sorgen für den Transport von Flüssigkeiten und Stabilität. Sie ermöglichen Beweglichkeit und vieles mehr. Außerdem besitzen sie ein psychoemotionales Gedächtnis, in dem erlebte Traumata gespeichert sein können.
Wenn Faszien, die einen Muskel umhüllen, verkleben oder verspannen – etwa nach einer Entzündun, einer schlecht gesetzten Spritze oder schlecht sitzendem Equipment – kann der Muskel darunter nicht mehr richtig arbeiten. Das ist vergleichbar mit einer zu engen Hose, die das Hinknien erschwert.
Das Bindegewebe wird manuell mit Druck, Massagen, Dehnungen und energetischen Maßnahmen bearbeitet um die Beweglichkeit und den Austausch der Flüssigkeiten im Gewebe zu verbessern und Schmerzen zu lindern.